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IServ RLP
IServ RLP wurde auserkoren, den Nachfolger der sehr erfolgreichen pädagogischen Netzwerklösung MNS+ darzustellen.
Die beste erste Anlaufstelle für Informationen zu IServ RLP bilden die Seiten des Landes:
IServ RLP Seite des Landes
Wiederkehrende Fragen haben wir in unseren FAQs versucht zu beantworten: Servator IServ RLP FAQs
Ablaufplan einer IServ RLP Installation bei Servator
Wenn Sie sich für uns als Dienstleister entscheiden, wir der Installationsprozess wie folgt ablaufen:
Schritt 1: Die Schule prüft den Einsatz von IServ RLP
Vom ersten Gedanken bis zur Vorbereitung der Installation sind die folgenden Schritte zu erledigen.
Es beginnt mit dem „Onboaring“, der nicht die Prozesse der Benutzerintegration meint, sondern eine vorbereitende Maßnahme.
Hier wird auch der sogenannte „Onboarding Prozess“ beschrieben. Dieser beschreibt, welche Schritte eine Schule durchlaufen muss, um IServ RLP nutzen zu können:
IServ RLP Onboarding
Abgleitet davon herhalten unsere Kunden ein Formular in Form eines Fragebogens mit dem konkreten Ablauf und den zu beantwortenden Fragen.
Da der Onboarding Prozess aktuell vom Land überarbeitet wird (Stand 24.05.26) verzichten wir an dieser Stelle auf die Veröffentlichung des Formulars, weil es im Zweifel immer zu alt und überholt ist.
Wichtig für die Interessenten zu wissen ist, dass das IServ RLP Projekt davon ausgeht, dass alle Daten der Schule im Bildungsportal sauber gepflegt sind (nicht optional!) und dass eine ausreichende Anzahl von Campusadministratoren zertifiziert sind (die Servator verfügt über zwei zertifizierte Campusadministratoren, auf die Sie im Bedarfsfall vorübergehend zugreifen können).
Die Daten des Bildungsportal bilden die Grundlage für die in IServ RLP importierten Daten wie Benutzer, Eltern usw.
Schritt 2: Festlegung des Funktionsumfangs von IServ RLP
Im nächsten Schritt wird der Funktionsumfang ihrer IServ RLP Installation festgelegt.
Konkret ist damit gemeint, dass Sie entscheiden, welche Module beim Start zur Verfügung stehen sollen.
Wir empfehlen, zunächst mit einer Basisfunktionalität zu starten, um so den Anwendern den Umstieg von der vorherigen Lösung (in der Regel MNS+) nach IServ RLP zu erleichtern.
Erweiterungen des Funktionsumfangs sind zu einem späteren Zeitpunkt jederzeit möglich. Man vergibt sich also nichts, wenn man erst einmal mit einer Basis startet.\
Wir unterstützen Sie bei der Auswahl der Module und Funktionen, in dem wir auf Wunsch mit Ihnen gemeinsam bei einem Termin den Funktionsumfang erarbeiten.
Dazu haben wir eine Checkliste erarbeitet, die wir mit Ihnen Punkt für Punkt abarbeiten.
Schritt 2a: Festlegung der auf den Windows Rechnern verfügbare Softwarepakte
Hier empfehlen wir dringend, die Liste der in MNS+ verwendeten Software als Basis zu nehmen und eine Umfrage unter den Fachbereichen der Schule zu starten, welche Programme in IServ RLP übernommen werden sollen.
Anschließend ist zu prüfen, ob sich die Software in genau der Version sich in der offiziellen Liste:
https://iserv.de/die-iserv-schulplattform/funktionen/netzwerk/softwareverteilung/softwarepakete
wiederfindet.
Für Software, für die das nicht gilt können wir versuchen, die MNS+ Silentinstall Pakete zu verwenden.
Als Service für Servator Kunden haben wir die Methode an IServ RPL angepasst.
Schritt 2b: Überleitung der Hardwarebestandliste laut MNS+
MNS+ sammelt regelmäßig die Daten der aktuell in der Schule verwendeten Infrastruktur ab und sammelt diese am Server. Diese Auswertung benötigen wir zur Prüfung der Rechnerkompatibilität und ggf. Ausstattungsplanung.
Wenn Sie Servator Kunde sind, müssen Sie nichts tun. Uns liegen dann schon alle relevanten Informationen vor.
Schritt 2c: Hardwareplanung
Bestenfalls hat die Überprüfung unter 2b ergeben, dass weder serverseitig noch clientseitig Handlungsbedarf besteht.
Sollte der Server ertüchtigt werden müssen, wäre, ausreichend Internetbandbreite vorausgesetzt, unser Angebot des Hostings in unseren Rechenzentrum eine Option. Das gilt auch, wenn kurzfristig kein neuer Server beschafft werden kann.
Bei den Clientrechnern gibt sich IServ RLP im Hinblick auf Windows11 recht elastisch, was die Hardwareanforderungen anbelangt. Trotzdem sollten sollte man nicht auf Biegen und brechen Windows11 auf Altsystemen installieren.
Ggf. ist zu prüfen, ob für die Schule statt Windows11 auch Linux eine Option wäre!
Mit Linux erweitert sich das Spektrum noch nutzbarer Hardware immens. Alternativ könnten Sie die Servator Lösung in Betracht ziehen, die wir für die Realschule+/FOS Katzenelnbogen entwickelt haben:
\\virtuelle Windows11 Maschinen im Rechenzentrum, auf die man sich über den Linux Client, aber auch von zu Hause aus, verbinden kann.
Schritt 3: Erstellung des späteren Produktivsystems zu Test- und Schulungszwecken
Sind die obigen Schritte abgeschlossen, rollen wir das System unabhängig vom späteren Standort der Installation in unserem Rechenzentrum aus. Das hat den Vorteil, dass Sie unabhängig vom aktuellen pädagogischen System IServ RLP testen können.
Das beinhaltet auch den Sync der Benutzerdaten mit dem Identitätsmanagement (IDM) des Bildungsportals.
Werden hier Fehler festgestellt, wird der Support mit der Schule die Probleme besprechen und diese einer gemeinsamen Lösung zuführen.
Jetzt beginnen die Tests.
Diese Tests erfolgen in enger Kooperation mit unserem Support in mehreren Durchgängen:
- Schule wünscht sich eine Änderung am System.
- Gewünschte Änderungen werden vom Support umgesetzt.
- Schule testet die Änderung. Entweder entspricht die Änderung der Vorstellung der Schule oder es geht zurück zu 1.
- Werden keine Änderungen mehr gewünscht, gilt die Funktionalität für die Startphase als festgeschrieben.
Schritt 4: Schulinterne Weiterbildung
Gemeinsam mit Ihnen legen wir den gewünschten Umfang der Schulungen fest und erörtern die Möglichkeiten, auf das Schulungsangebot des Landes zurückzugreifen.
Zwar ist es auch möglich, dass sich die Anwender über die Hilfefunktionen der Programme eigenständig weiterbilden, jedoch halten wir das im Hinblick auf die Belastung des Kollegiums für nicht zielführend.
Schritt 5: Festlegung des späteren Standortes des IServ RLP Servers und der anderen Infrastruktur
Spätestens jetzt muss sich die Schule entscheiden, ob sie weiter unsere Rechenzentrumslösung nutzt oder ob die Serverinstanzen auf die lokale Ebene kopiert werden sollen.
Schritt 6: Integration der lokalen Hardware
Sollte die Schule über lokale Hardware wie beispielsweise Boards oder Rechnerräume verfügen, binden wir diese bei einem oder mehreren Vor-Ort Terminen ein.
Schritt 7: Migration der MNS+ Altdaten nach IServ RLP
Wir verfügen über Scripte die es uns ermöglichen, nach der Benutzersynchronisation im dem Bildungsportal die Benutzerdaten aus dem MNS+ System dem neuen IServ RLP Konto zuzuordnen.
Schritt 8: Produktivhebung
So noch nicht bekannt, werden die Zugangsdaten zum Bildungsportal jetzt in Form von Serienbriefen gedruckt und ausgehändigt.
Damit ist der Installationsprozess abgeschlossen und die Schule wechselt von der Installationsphase in den Regelbetrieb.
Für Änderungen am Funktionsumfang im Regelbetrieb wir später ein neuer Prozess etabliert.
Haben wir Sie überzeugt? Dann nehmen Sie jetzt Kontakt zu uns auf.
Das Servator Plus zu IServ RLP
Aktuell erweitern wir die Standardinstallation von IServ RLP um folgende Features:
- Rechenzentrumsbetrieb (rein oder gemischt mit Vor-Ort Komponenten)
- funktionierende Unterstützung von Linux Rechnern (als Ersatz für nicht mit Windows 11 kompatible Rechner) auf alter Hardware.
- Virtuelle Win11 Instanzen im Rechenzentrum (Beispielsweise für Lehrende zur Unterrichtsvorbereitung.
- Ergänzend dazu automatischer Verbindungsaufbau der lokalen Linux Instanz zur Windows11 Rechenzentrumsinstanz.
- Portierung des MNS+ Silentinstall Prozesses nach IServ RLP um, wo nötig, die aus MNS+ bekannte Software weiterverwenden zu können.
- Zugriff auf edoo.sys mit separatem Anmeldeprozess im Login Fenster
- Zugriff auf den Bildungsportal Schulchat
- Dokumentation der Infrastruktur einer Schule über Netbox
- Systemüberwachung über Icinga
- und vieles mehr
Technisches Konzept der Servator zu IServ RLP
Wir verfolgen einen technisch leicht anderen Ansatz als Sie es von anderen Anbieter vermutlich kennen:
- Alle unsere IServ RLP Installationen an den Schulen werden mit einer schuleigenen Instanz in unserem Rechenzentrum verknüpft.
- Die IServ RLP Instanzen der Schule werden scriptgesteuert zunächst in unserem Rechenzentrum erstellt und ggf. später in die Schule kopiert.
- Dienste, die eine feste, öffentliche IP Adresse benötigen, werden in unserem Rechenzentrum bereit gestellt oder zumindest über das Rechenzentrum geroutet.
- Wir bieten die Möglichkeit, Datensicherungen georedundant (Siehe Kapitel 4) zu sichern und sie nötigenfalls in kurzer Zeit in unserem Rechenzentrum wieder zur Verfügung zu stellen.
Erfassung und Dokumentation aller Geräte in einem Netzwerk
Hier bieten wir ein Open Source System zur Dokumentation an. Darüber hinaus unterstützen wir Sie mit unseren Scripten bei der Erfassung der Komponenten.
Erfassen aller die Infrastruktur betreffenden Dokumente wie Verträge, Lieferscheine usw.
Auch hier bieten wir eine Open Source Lösung an, mit der beispielsweise Rechnungen in einem Dokumentensystem erfasst werden, um beispielsweise im Fall defekter Hardware ohne den Gang ins Archiv Lieferanten und Garantiebedingungen zu finden.
Netzwerküberwachung
Sie merken, wir arbeiten gerne mit Opensource
Auch hier setzen wir ein entsprechendes System ein, um Änderungen zu monitoren und ggf. Alarmierungen auszulösen.
Remote Backups
Wir verwenden aktuell Proxmox bei von uns betreuten Systemen. Hierfür bieten wir die Möglichkeit, auf einem entfernten System der Servator Ihre Sicherungen verschlüsselt zu speichern.
Notfallumgebungen (Business Continuity(Betriebliches Kontinuitätsmanagement))
Wir bieten die Möglichkeit, im Fall eines Ausfalls den gesamten Betrieb auf einem Ausweichstandort zu wechseln um zu einem definierten Zeitpunkt die Daten wieder auf den alten Standort zu synchronisieren. Damit soll die Verfügbarkeit zentraler Dienste über Internet sichergestellt werden, auch wenn beispielsweise die Internetanbindung über einen längeren Zeitraum gestört ist.
IServ RLP im Context zu den anderen Landeslösungen
Dabei bewegt sich die Lösung IServ RLP im Spannungsfeld zwischen der alten Lösung MNS+, an vielen Schulen erweitert um die Nextcloud, aber auch dem Schulcampus RLP, mit dem es funktionale Überschneidungen gibt.
Wir haben versucht, diese Funktionen soweit uns bekannt, gegenüberzustellen: Vergleich der Funktionen
Als zertifizierter Supportpartner für IServ RLP können wir immer die Funktion des Second-Level Support anbieten.
Dies ist insbesondere für kleine Gemeinden oder Verbandsgemeinden hilfreich, die kein eigenes Personal für die für den Einsatz von IServ RLP notwendige Zertifizierung bereitstellen können oder wollen.
Ein anderer Grund kann ein mangelnder Skaleneffekt auf Grund einer geringen Anzahl von Schulen sein. Analog zum Einsatz von MNS+ wird der Aufwand im Secondlevel Support vermutlich ein nicht zu unterschätzendes Volumen annehmen.
Außerdem sind die Schulungs- und die regelmäßig anfallenden Rezertifizierungskosten eine nicht zu unterschätzende Größe.
Gerade von diesen Skaleneffekten lebt aber eine solche Lösung. Dabei geht IServ RLP mit Servator über den Einsatz der eigentlichen Software IServ RLP hinaus. Wie bei MNS+ werden wir sinnvolle Ergänzungen vornehmen. Allerdings können wir Stand heute (09.04.2025) noch keine Aussage über den Umfang treffen. Auch, weil wir diese mit unseren Projektpartnern auf Kommunaler Ebene erst erarbeiten.
Wenn Sie als Schule oder als Schulträger Interesse daran haben, melden Sie sich gerne unter info@servator.de.
Um Missverständnissen vorzubeugen: Sie können sich nicht bei uns als Projektschule bewerben! Die Auswahl der Projektschulen in der Einführungsphase wird nicht von uns getroffen!
